(Über-)Lebenstalent

Ein absolutes Habitus der ersten Welt ist es, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Mit sich selbst, seiner Generation, einzelnen Gruppierungen, spezifischen Labels, denen man angehört, angehören sollte und/oder die man beobachtet.

Ein Beispiel ist die Beschäftigung mit Arbeit und Privatem. Work-Life-Balance got into Work-Life-Talents.

Was soll das genau beinhalten?

Work-Life-Balance heißt, sich neben seinem stressigen/anspruchsvollem Beruf Zeit für sein Privatleben zu nehmen. Es ist anerkannt, als ein Lebensstil, der nicht nur beinhaltet, Arbeit vom Leben zu trennen, sondern eigentlich, das Leben so zu gestalten, dass es der Arbeit zuträglich wird; viel Sport zu machen, gutes Essen zu sich zu nehmen, Dinge zu tun, die dazu beitragen, dass man das Arbeitsleben im wahrsten Sinn schafft.

Work-Life-Talents hingegen verbinden ihr Arbeits- und Privatleben, weil sie ständig das tun, was ihrem Gemüt entspricht.

Wer aber hat das Recht, eines anderen Menschen Leben und Lebens-Einstellung zu beurteilen? Wer hat überhaupt die Zeit dazu?

Wollen wir be- und damit gleichzeitig verurteilen, was eine Person für ihren/seinen Lebensunterhalt auswählt? 

Ist nicht sowieso jede/r von uns ein Lebenstalent, kontinuierlich im Versuch, ihr/sein Arbeitsleben, sprich somit ihr/sein komplettes Leben, so zu gestalten, dass es dem gewissen Überlebenstalent der örtlichen Begebenheiten entspricht?

Ich bulbe lieber. 

Ihr auch?

Bulbtalents – come together
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