Discrepancies

Jeden Tag stecke ich in einem Zwischenraum – Zwischen Sicherheit und künstlerischem Dasein/Freiheit.

Jeden Tag bin ich gerissen von dem extremen Bedürfnis, frei zu sein –trotzdem zu arbeiten, meinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, damit ich frei und unabhängig sein kann- und dem Faktum, dass ich nicht nach Bauchgefühl entscheiden kann, z. B., wann ich für diese Arbeit produktiv und kreativ sein kann.

Wie kommt man zu einer Konklusion oder Auflösung dieses Dilemmas, dieses Konfliktes?

Hilft es, sich täglich vorzustellen, dass man das trotzdem –alles, was man tut- freiwillig macht?

Ist es erleichternd, sich vorzustellen, man geht zum Spielen? –Mein Chef erleichtert diese Vorstellung immens: Heute darfst Du anfangen [...]. Solltest Du das jemals lesen: take this compliment as is!

Eine weitere Diskrepanz, die mich tagtäglich persönlich trifft, ist die, dass ich zwischen zwei Sprachen und Kulturen stecke.

Das ist ein immenser Vorteil in vielerlei Hinsicht, birgt aber auch den Nachteil eines immerwährenden Zwischen-Gefühls.

Die dritte Diskrepanz, die mich beschäftigt, ist die zwischen Sicherheit und Spiel/Abenteuer. 

Erkenntnis des Morgens: Ich kann nicht Sicherheit von Jemandem oder von Etwas erwarten, erhoffen besser, und mich aber einerseits in der Aufregung wohlfühlen und Freiheit, Bauchgefühl, Eigenständigkeit wollen und andererseits Einengung verspüren, sobald Erwartungen auftauchen.

Der Umgang damit?

Ist die Lösung vielleicht, die Erwartungen an sich selbst herunterzuschrauben und damit die Erwartungen anderer zwar zu respektieren, aber nicht zu schlimm anzunehmen?

Oder ist der Zwischenraum vielleicht der Platz, an dem es sich lohnt, zu bleiben?

Hinterfragen, bulben, auch das ist ein Zwischenraum. Come with me!
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